Der mittelgroß bis große, lebhafte Dalmatiner fällt vor allem wegen seinem auffälligen Aussehen auf. Denn durch das Scheckungs-Gen ist das einmalige weiße Fell mit schwarzen bzw. braunen Tupfen besetzt. Im Normalfall kommen die Welpen allerdings mit komplett weißem Fell zur Welt und erst nach 10 bis 14 Tagen bildet sich die außergewöhnliche Fleckung. Erst in einem Alter von einem Jahr verändert sich das Muster nicht mehr. Das sehr friedliche Wesen der Hunde gilt als anpassungsfähiger Familienhund, das gerne viel beschäftigt werden will. Erste Darstellungen des Dalmatiner gab es bereits in ägyptischen Pharaonengräbern. Es wird lediglich vermutet, dass der Hund von Indien über Ägypten und Griechenland nach England und Frankreich eingereist ist.

In England wurde er zunächst als Kutschenbegleitung für eine Wach-und Schutzfunktion berühmt. Die doch sehr unterschiedlichen Theorien über die Namensherkunft des Dalmatiners sind bis heute noch nicht vollständig erwiesen. Die erste wissenschaftliche Studie 1896 hat eine Verbindung zwischen Taubheit und Hunden mit weißem Fell bestätigt. Im Jahr 2000 bestätigte dies eine deutsche Studie bei etwa 20% von knapp 1900 Dalmatinern. Dieser gesundheitliche Schaden entwickelt sich als Folge einer Störung der Pigmentbildung direkt nach der Geburt der Welpen.

Das Temperament des Dalmatiners ist sehr aktiv, kontaktfreudig, verspielt, intelligent und sensibel. Er braucht täglich viel Auslauf und neue Herausforderungen. Dem Hund macht jede sportliche Aktivität Spaß und er ist immer interessiert, neue kleine Kunststückchen zu erlernen. Für Hundesportarten wie etwa Agility oder Obedience ist der Dalmatiner ausgezeichnet geeignet. Suchspiele jeder Art fördern die psychische Beweglichkeit, was bei einem Dalmatiner durchaus von größter Wichtigkeit ist. Das friedliche Gemüt des Dalmatiners macht ihn besonders liebenswert. Die Dalmatinerhaltung beansprucht viel Zeit, täglich braucht der Hund im günstigsten Fall vier Stunden Auslauf. Langweiliges Sofaliegen oder kurzer Aufenthalt im hauseigenen Garten unterfordern den Hund schnell.

Zahlreiche Züchter orientieren sich bei der Aufzucht an den natürlichen Gegebenheiten und versuchen diese bestmöglichst umzusetzen. Dalmatinerwelpen die von Geburt an die markanten Fleckenmuster besitzen, werden von der Zucht ausgeschlossen. Auch ein- oder beidseitig blaue Augenfarbe wird nicht zu der Hundezucht zugelassen, da diese Auffälligkeiten oft mit der angeborenen Taubheit in Verbindung gebracht wird. Außerdem werden auch lemonfarbene oder eine braun- schwarze Zeichnung (Tricolor- Hunde) nicht zur Zucht freigegeben.

Der besondere Zeichentrickfilm „101 Dalmatiner“ von 1961 beruht sich auf den Roman „Hundertundein Dalmatiner“ von Dodie Smith, in dem sie die Erinnerungen an ihren verstorbenen Dalmatiner Pongo verarbeitete. Das Filmwerk wurde direkt als „Bester Animationsfilm“ ausgezeichnet und erhielt den British Film Academy Award.
Große Berühmtheit erlangte 1996 der Dalmatiner auch durch die amerikanische Filmkomödie „101 Dalmatiner“. Die Handlung basiert dabei auf dem Roman von Stephen Herek und dem Zeichentrickfilm. Er zeigt eine sehr lebensfrohe und begleitende Freundschaft zwischen dem Dalmatiner und dem Menschen.

Bildmaterial: © Barney (Tupfenmonster/Flickr, CC BY-ND 2.0)